Obdachlosenunterkunft in der Wilhelm-Liebknecht-Straße 41: Lösung in Sicht

Anmietung von Räumlichkeiten zur Entlastung der Wilhelm-Liebknecht-Straße 41 beschlossen – CDU fordert transparente Umsetzung

Die CDU Groß-Umstadt begrüßt die Entscheidung des Magistrats, eine neue Immobilie zur Unterbringung obdachloser Menschen anzumieten, die insbesondere zu einer Entlastung der bisherigen Unterkunft in der Wilhelm-Liebknecht-Straße 41 beitragen soll. Damit liegt erstmals seit vielen Jahren eine konkrete Perspektive für eine Problematik vor, die Politik, Verwaltung und Bürgerschaft gleichermaßen beschäftigt hat.


Aus Sicht der CDU stellt diese Entscheidung einen wichtigen ersten Schritt dar. Mit der Anmietung einer neuen Unterkunft beginnt nun jedoch die entscheidende Phase der Umsetzung.


Bereits im Rahmen eines Stadtrundgangs am 07.02.2026 hatte sich die CDU Groß-Umstadt vor Ort ein Bild von der Situation gemacht und das Gespräch mit Anwohnerinnen und Anwohnern gesucht. Dabei wurde deutlich, wie groß der Wunsch nach einer sofortigen Entlastung und einer langfristig tragfähigen Lösung ist.
„Menschen ohne feste Wohnung haben Anspruch auf eine menschenwürdige Unterbringung. Gleichzeitig erwartet die Nachbarschaft seit Jahren eine spürbare Entlastung ihrer unmittelbaren Wohnsituation. Entscheidend wird daher sein, wie die neue Lösung konzeptionell ausgestaltet ist“, erklärt Marie-Luise Sudhoff, Vorstandsmitglied der CDU Groß-Umstadt und Kandidatin für die Stadtverordnetenversammlung.


Für eine nachhaltige Verbesserung der Situation – sowohl für die betroffenen Menschen als auch für die Nachbarschaft – kommt es nach Auffassung der CDU insbesondere auf die strukturelle Ausgestaltung der neuen Unterbringung an. Ziel müsse es sein, bestehende Problemlagen nicht nur zu verlagern, sondern dauerhaft zu lösen.


Aus Sicht der CDU sind dabei insbesondere folgende Fragen von zentraler Bedeutung:
- Wird die neue Unterkunft zentral oder dezentral organisiert?
- Für wie viele Personen ist die Unterbringung ausgelegt?
- Ist eine sozialpädagogische Betreuung vorgesehen?
- Wird eine Differenzierung der Unterbringung nach Bedarfslagen (z. B. Familien, Einzelpersonen) erfolgen?
- Welche Zukunftsperspektive besteht für die bisherige Unterkunft in der Wilhelm-Liebknecht-Straße 41?
„Die Qualität der Unterbringung entscheidet maßgeblich darüber, ob es gelingt, sowohl den Anspruch auf Würde für die betroffenen Menschen als auch das berechtigte Sicherheits- und Ruhebedürfnis der Nachbarschaft in Einklang zu bringen“, betont Dr. Jochen Ohl, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Stadtverordnetenversammlung.
„Verantwortung bedeutet für uns, soziale Herausforderungen offen anzusprechen und Konflikte nicht zu verdrängen, sondern Lösungen zu entwickeln, die sowohl den betroffenen Menschen als auch der Nachbarschaft gerecht werden“, so der CDU-Vorsitzende Dr. Simon Helmstetter.


Die CDU wird daher einen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung einbringen mit dem Ziel, diese Aspekte transparent darzustellen und frühzeitig sicherzustellen, dass die angekündigte Lösung zu einer nachhaltigen Verbesserung der Situation für alle Beteiligten führt.


Für die CDU Groß-Umstadt ist klar: Verantwortung bedeutet, soziale Herausforderungen ernst zu nehmen, Konflikte nicht zu verdrängen und tragfähige Lösungen zu entwickeln – im Interesse der gesamten Stadtgesellschaft.


CDU Stadtverband Groß-Umstadt