Geht es nach dem Willen der SPD, soll das Sportgelände im Raibacher Tal zukünftig für Wohnbebauung sowie die Schaffung von Parkplätzen für den Gruberhof genutzt werden.
Für die CDU wäre zunächst einmal zu klären, welche Ausweichflächen die bisherigen Nutzer des Sportgeländes nunmehr nutzen könnten. Bisher wird der Sportplatz im Raibacher Tal noch für einen Teil der Jugendarbeit sowie als Ausweiche bei schlechtem Wetter vom FC Raibach zwingend benötigt. Da ein einmal angedachter Alternativstandort in Raibach höchstens langfristig zum Tragen kommen kann, ist diese Frage aus unserer Sicht noch nicht abschließend geklärt und bedarf als erstes einer Lösung, bevor überhaupt über eine weitere Nutzung des Sportgeländes nachgedacht, geschweige denn entschieden werden kann.
Erst wenn dieser Punkt geklärt ist, können wir der Schaffung von Parkraum für den Gruberhof vorbehaltlos zustimmen. Die Parkplatzsituation am Gruberhof ist sehr unbefriedigend, hier ist es sinnvoll, Abhilfe zu schaffen.
Für eine Nutzung des Geländes als Wohnbebauung haben wir aber Vorbehalte. Zunächst einmal ist zu bedenken, dass der Gruberhof förmlich aus allen Nähten platzt. Der Bedarf für eine Erweiterungsfläche für den Gruberhof ist also zunächst zu klären. In dem Museumskonzept aus dem Jahr 2008 wurde schon einmal der Bedarf für mögliche Erweiterungsflächen, darunter auch eine Außenfläche, aufgezeigt. Unabhängig davon, ob die Erweiterungsfläche in der damals angedachten Größenordnung geschaffen werden soll oder ob auch eine kleinere Fläche als ausreichend angesehen wird: Kommt es zu einer Wohnbebauung, so wird es für den Gruberhof keine Erweiterungsmöglichkeit mehr geben.
Weiterhin ist seit Jahren die Verlagerung des städtischen Archivs von seinem jetzigen Standort, der nicht mehr den Ansprüchen an ein zeitgerechtes Archiv gerecht wird, in der Diskussion. Zwar ist ein Prüfantrag zur Digitalisierung des Archivs noch nicht abschließend bearbeitet, dennoch halten wir es für sinnvoll, in der Nähe des Gruberhofs auch die Option zur Ansiedlung des Archivs, gemäß dem Antrag der FDP, offen zu halten. Auch diese Option wäre bei einer Umnutzung als Wohnbebauung verloren.
Zu guter Letzt ist auch eine Erweiterungsmöglichkeit für die ‚Bleiche‘ ins Auge zu fassen, es handelt sich immerhin um das einzige innerstädtische Naherholungsgebiet und erfreut sich großer Beliebtheit.
Bei einer Nutzung als Wohnbebauung wäre auch zu beachten, dass ein ausreichend großer Abstand zum Gruberhof eingehalten wird, um Lärmbelästigungen der zukünftigen Bewohner auszuschließen und evtl. mögliche Einschränkungen des Betriebs auf dem Gruberhof zu vermeiden.
Betrachtet man all die vorgenannten Punkte, ergibt sich für die CDU nicht zwingend eine Umnutzung des Geländes für eine Wohnbebauung. Vielmehr sind zunächst die Optionen für eine Erweiterung des Gruberhofes, eine Ansiedlung des Archivs in unmittelbarer Nähe zum Gruberhof und auch eine Erweiterung des Freizeitgeländes zu prüfen und zu bewerten, bevor diese Optionen durch eine Umnutzung als Wohnbebauung endgültig verloren sind.
Ihr CDU-Stadtverband Groß-Umstadt