Sich selbst ein Bild von den aktuellen Verhältnissen in den Stadtteilen machen und den Mitbürgern Gelegenheit zur Ansprache geben, das ist der Sinn von Ortsrundgängen. Die CDU Groß-Umstadt war an den vergangenen Wochenenden unterwegs, um sich vor Ort einen Überblick zu verschaffen.
In Raibach berichtete der örtliche CDU-Kandidat Stefan Kern über die wesentlichen Anliegen. Dabei standen natürlich der längst überfällige Radweg nach Umstadt und die notwendige Totalsanierung der Mehrzweckhalle im Vordergrund. In Wiebelsbach erläuterten Dr. Ulrich Billerbeck und Alexander Saal u. a. die Vorstellugen zum Neu- bzw.Umbau des Feuerwehrhauses sowie zur Errichtung einer Ampelanlage an der gefährlichen Einmündung zur B 45 und nicht zuletzt die unfreundliche Situation am Bahnhof Wiebelsbach.
Norbert Knöll und Michael Engels von der CDU Klein-Umstadt erläuterten vor Ort den Stand der Sanierung des Bürgerhauses und hoben dabei auch die tätige Mithilfe engagierter Bürger hervor. Weitere Schritte sollen folgen. In Kleestadt veranstaltete der Ortsbeirat einen Rundgang, bei dem sich selbstverständlich auch die Ortsbeiratsmitglieder und Kandidaten der CDU Helmut Beckenhaub, Alexander Heisig, Birgitt und Horst Engelhardt aktiv einbrachten.
Harry Heb und Friedel Söder von der Semmer CDU ließen sich von Wind und Wetter nicht beeindrucken und berichteten den Teilnehmern bei einem sehr ausgedehnten Rundgang außerordentlich detailliert über die anstehenden Aufgaben. In Heubach stehen Peter Sekyra, Dr. Jochen Ohl, Alexander Sekyra und Rosemarie Seitz auf der Liste der CDU. Sie erläuterten eine ganze Reihe von Themen, bis hin zum mangelhaften Zustand der Bachläufe, der an einigen Stellen ein Eingreifen dringend erfordert. Carmen Merkel, Alfons Bachmann und Günter Stein kandidieren in Dorndiel für die CDU. Sie wollen neben vielem anderen auch daran arbeiten, das Miteinander in der Dorfgemeinschaft und in den Vereinen wieder zu stärken. Nach dem Rundgang konnte bei Kaffee und Kuchen manches Gespräch noch einmal vertieft werden.
So verschieden die Groß-Umstädter Stadtteile auch sein mögen, gibt es dennoch viele Anliegen, die in dieser oder jener Ausprägung bei allen Ortsterminen angesprochen wurden. Dazu gehören übermäßiger und zu schneller Verkehr, zumal in engen Ortsdurchfahrten, zahlreiche Gefahrenstellen besonders für Kinder und ältere Mitbürger sowie unvernünftiges bis rücksichtsloses Parken. Ausnahmslos alle Stadtteilbewohner wünschen sich direkt am Ort oder zumindest ortsnah eine gute und noch bedarfsgerechtere Kinderbetreuung, den Erhalt der Schulen einschließlich Ausbau der betreuenden Grundschule, Versorgung durch Einkaufsläden zumindest für den täglichen Bedarf sowie durch niedergelassene Ärzte oder zumindest örtliche Sprechstunden. Das Thema Älterwerden stellt besonders in den Dörfern vor wachsende Herausforderungen.
Ganz viele fordern für ihren Stadtteil die Ausweisung von Bauland, damit im Heimatort auch wieder gebaut werden kann, außerdem eine bedarfsgerechte Nahverkehrsanbindung, die bessere Instandhaltung und Pflege der Straßen und Wege wie auch der Friedhöfe. Die wirksamere Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements, der Vereine, der Feuerwehren und dabei besonders der Jugendarbeit sind immer wieder genannte Anliegen. Allerdings besteht auch die klare Forderung, die städtischen Altschulden abzubauen und dennoch die Grundsteuer wieder abzusenken sowie weiterhin auf Straßenbeiträge zu verzichten.
Die Kandidatinnen und Kandidaten der CDU für die Ortsbeiräte und das Stadtparlament haben bei ihren Rundgängen ein breites Spektrum an Problemen, Sorgen und - manchmal auch einander widersprechenden - Wünschen ihrer Mitbürger mitgenommen. Durch die Erklärungen vor Ort konnte sicherlich vieles besser begriffen und verinnerlicht werden als beim bloßen Lesen auf Papier. Für die Arbeit in der neuen Wahlperiode wird dies sehr hilfreich sein.