Zukunftsthemen Kultur und Sport

Wirtschaft und Finanzen beherrschen vielfach den politischen Diskurs. Tatsächlich schaffen sie ja auch die materielle Grundlage für all die Dinge, die das Leben in einer Stadt wie Groß-Umstadt erst lebenswert machen. Sie entscheiden letztendlich darüber, welches Maß an kulturellen Angeboten ein Gemeinwesen sich leisten kann. Man zählt Kultur und Sport heute gerne zu den sogenannten „weichen“ Faktoren. Welche Bedeutung die Stadt und ihre Gremien dem aber beimessen, wird auch darin sichtbar, dass es im Stadtparlament hierfür einen eigenen Ausschuss gibt.
Das gesellschaftliche Miteinander wird kaum in einem Lebensbereich so deutlich wie bei Kultur und Sport. Die Kommunen selbst wären überhaupt nicht in der Lage, aus eigener Kraft ein Angebot vorzuhalten oder auch nur zu finanzieren, wie es die Träger von Kultur und Sport besonders auch in Groß-Umstadt immer wieder neu auf die Beine zu stellen. Dabei wird klar: Vereine und Ehrenamt sind Hauptträger des Kulturlebens unserer Stadt! Eine zweite starke Säule sind die vielen Kulturschaffenden, die in einem weiten Spektrum vom Hobby bis in den professionellen Bereich hinein ihre Wirkung entfalten und die Attraktivität der Stadt ganz wesentlich steigern.
 
Die Notwendigkeit des Sparens hat in den vergangenen Jahren allenthalben zu Einschnitten geführt, die auch für die politisch Verantwortlichen schmerzhaft waren. Mancher Stadtverordnete musste seinem eigenen Verein erklären, warum dieser und jener Euro nicht mehr so fließen konnte, wie man es gewohnt war und es sich auch alle gewünscht hätten. Deshalb ist es umso wichtiger, die wirtschaftlichen und finanziellen Grundlagen der Stadt nachhaltig zu stärken, damit Vereine, Veranstaltungen, Programme und Initiativen in Zukunft wieder wirksamer unterstützt und gefördert werden können. Wie sich die CDU eine bessere Wirtschaftsförderung und aktive Ansiedlungspolitik vorstellt, wird an dieser Stelle noch ausgeführt werden.
 
Für eine verstärkte Förderung von Vereinen und Initiativen wird sich die CDU vor allem einsetzen, wenn es um Angebote für Kinder und Jugendliche geht. Vereine sind stark in der Jugendarbeit, das ist eine ihrer Kernkompetenzen. Gerade in die Jugendarbeit wird unendlich viel ehrenamtliches Engagement investiert. Zahlreiche Aktive stecken hier oft ihre gesamte Freizeit hinein und leisten eine großartige Arbeit. Hier funktioniert der Generationenvertrag noch und Alt und Jung profitieren davon gleichermaßen. Dass dies auch künftig möglich ist und Früchte trägt, ist der CDU ein Herzensanliegen.
 
So darf die bisherige kostenlose Nutzung der Hallen und Säle zu Übungszwecken nicht abermals in Frage gestellt werden. Vereine müssen außerdem bei Investitionen und in ihrer laufenden Arbeit Unterstützung durch Rat und Tat sowie angemessene finanzielle Zuwendungen erhalten. Für notwendige Investitionen, z. B. in vereinseigene Sportanlagen sowie bei der Anschaffung von Sportgeräten oder auch Musikinstrumenten, sollen im Rahmen des Leistbaren weiterhin Haushaltsmittel bereitgestellt werden. Eine tragfähige Lösung muss endlich auch für das Schwimmbad und das Stadion gefunden werden.
 
Durch die Unterhaltung von Vereinsgelände entstehen den Vereinen hohe Kosten, die durch Einnahmen aus Veranstaltungen gedeckt werden müssen. Diese Möglichkeit muss den Vereinen auch weiterhin geboten werden. Eine besondere Form dieser Vereinsförderung ist unser Umstädter Winzerfest. Hier gilt es als Stadt auch weiterhin vernünftige Rahmenbedingungen zu gewähren.